Am Barbaratag Zweige abschneiden – und sich an Weihnachten über tolle Blütenpracht freuen: Wir verraten Ihnen, wann und wie Sie Barbarazweige schneiden.

Der Barbaratag ist nach der Heiligen Barbara benannt. An ihrem Gedenktag, dem 4. Dezember, werden einem mittelalterlichen Brauch folgend die Zweige von Obstbäumen und Ziersträuchern geschnitten. Stellt man diese Zweige in ein Gefäß mit Wasser, kann man sich rund ums Weihnachtsfest über eine wahre Blütenpracht freuen. Und nicht nur das, denn Barbarazweige sind auch ein Glückssymbol und verheißen fürs darauffolgende Jahr Wohlstand und Gesundheit. Je mehr Knospen die ausgesuchten Zweige aufweisen, desto mehr Blüten werden sich einstellen.

Barbarazweige: Blütenpracht an Weihnachten

Der 4. Dezember ist natürlich nur ein Richtwert: Natürlich können Sie auch am 2. oder 5. Dezember Barbarazweige schneiden – oder auch erst Mitte Dezember. Entscheidend ist lediglich, dass die Zweige rund drei bis Wochen benötigen, um Blüten, Knospen und Blätter zu treiben. Das beste Ergebnis erzielen Sie, wenn die Zweige bei Zimmertemperatur treiben und aufblühen können. Vermeiden Sie überheizte Räume: Ungeeignet ist beispielsweise ein Platz direkt über der Heizung oder in einem Wohnzimmer, in dem täglich der Kachelofen oder Kamin angefeuert wird. 15 bis 18 Grad sind ideal. Gegen trockene Heizungsluft hilft das Besprühen mit einfachem Leitungswasser.

Barbarazweige schneiden: Der Kältereiz ist entscheidend

Damit die Barbarazweige auch wirklich blühen, ist zwingend ein Kältereiz erforderlich. Mancherorts ist es Anfang Dezember noch recht mild, der Frost setzt oft erst Mitte oder Ende Dezember ein. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, legt die geernteten Zweige sofort nach dem Schnitt einfach für ein bis zwei Nächte in die Gefriertruhe und gaukelt den Zweigen auf diese Weise einen Wintereinbruch vor. Im Anschluss legen Sie die Zweige über Nacht in eine Wanne mit warmem Wasser. Damit simulieren Sie innerhalb weniger Tage gleich drei Jahreszeiten: Herbst, Winter und Frühling. Damit die Zweige mit ausreichend Wasser versorgt werden, sollten Sie alle Zweige schräg anschneiden. Jetzt können die Zweige in die Vase umziehen. Tauschen Sie das Wasser zwei Mal pro Woche aus.

Barbarazweige schneiden: Geeignete Bäume und Ziersträucher

Der Klassiker unter den Barbarazweigen sind die Zweige von Kirschbäumen. Neben Kirschzweigen gibt es aber noch eine ganze Reihe geeigneter Baumsorten und Ziersträucher – nehmen Sie aber Rücksicht auf Allergiker, die möglicherweise empfindlich auf Birken- oder Haselnuss-Blüten reagieren. Diese Sorten haben sich bewährt:

  • Apfel
  • Birke
  • Flieder
  • Forsythie (Goldglöckchen)
  • Ginster
  • Goldregen (Achtung, giftig! Vorsicht bei Kleinkindern und Haustieren!)
  • Haselnuss
  • Holunder
  • Japanische Quitte
  • Johannisbeere
  • Kirsche
  • Kornelkirsche
  • Mandelbäumchen
  • Pflaume
  • Rosskastanie
  • Rotdorn
  • Schlehe
  • Weide
  • Winterjasmin
  • Zierjohannisbeere
  • Zierkirsche
  • Zierpflaume

 

 

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