Weihnachtsbaum transportieren: Einfach, sicher, sauber

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Der ADAC-Crashtest zeigt es: Nur mit Spanngurten sollten Sie den Weihnachtsbaum transportieren (Foto: ADAC).
Der ADAC-Crashtest zeigt es: Nur mit Spanngurten sollten Sie den Weihnachtsbaum transportieren (Foto: ADAC).

Der Christbaum ist ausgewählt, jetzt müssen Sie den Weihnachtsbaum transportieren: Diese Tipps sollten Sie dabei unbedingt beachten!

Zwei bis zweieinhalb Meter hoch misst ein durchschnittlicher Weihnachtsbaum in Deutschland. Wer sich den Baum nicht via Internet bestellt und nach Hause liefern lässt, der wird üblicherweise mit dem Auto den Weihnachtsbaum transportieren. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

  • Auf dem Dachträger des PKWs
  • Im Kofferraum
  • Auf einem Anhänger

Weihnachtsbaum transportieren: Am besten im Wageninneren verstauen

Das Mittel der Wahl wird üblicherweise davon abhängen, wie groß der Baum ist. Wird der Beifahrersitz umgeklappt, passt in einen handelsüblichen Kombi problemlos eine Zwei-Meter-Tanne. Ein Transport im Wageninneren ist vorzuziehen, weil der Baum durch den Fahrtwind viel Feuchtigkeit verliert und förmlich austrocknet. Allerdings sollten Sie vermeiden, dass der Baum Ihre Sicht als Fahrer einschränkt. Und wenn Sie mit dem Auto den Weihnachtsbaum transportieren, sollte dieser natürlich nicht lose im Wagen liegen, sondern sorgfältig mit Spanngurten und Seilen befestigt werden – ansonsten wird der Weihnachtsbaum bei der nächsten Vollbremsung zu einem unkontrollierbaren Geschoss.

Weihnachtsbaum transportieren: Folie und Decken schützen vor Beschädigungen

Nicht nur bei stattlichen Weihnachtsbäumen empfiehlt es sich, den Baum zu zweit auf das Dach zu hieven. Dadurch vermeiden Sie Schrammen und Beulen im Lack. Der Weihnachtsbaum sollte grundsätzlich so verschnürt sein, dass er möglichst schmal ist und dass keine Äste und Zweige überstehen. Dies geschieht üblicherweise direkt beim Verkäufer über die allseits bekannten Metalltrichter und Netzgeräte – in Sekundenschnelle ist auf diese Weise ein Baum eingenetzt. Zusätzlich sollte der Weihnachtsbaum immer mit einer Folie eingeschlagen werden: Im Wageninnern schützen Sie die Sitze und Polster vor Harz, auf dem Dachgepäckträger oder auf dem Anhänger bewahren Sie den Baum vor Austrocknung. In jedem Fall sollten Sie den Wagen mit Decken, alten Bettlaken, Pappe oder Folie auslegen, um Verschmutzungen zu vermeiden. Das Netz ist nie dazu geeignet, um daran Seile oder Gurte zu befestigen – das Material reißt bereits bei geringer Belastung.

Weihnachtsbaum transportieren auf dem Dachgepäckträger

Die meisten Autobesitzer legen den Weihnachtsbaum mit der Spitze nach vorne aufs Dach. Falsch, denn: Die Spitze des Weihnachtsbaums sollte grundsätzlich Richtung Heck zeigen, das abgesägte Ende weist in Fahrtrichtung. Dadurch verhindern Sie, dass der Fahrtwind womöglich Äste und Zweige abknickt. Weder nach vorne noch zur Seite darf der Baum überstehen! Und natürlich dürfen weder Kennzeichen noch Schweinwerfer noch Blinker von Teilen des Baumes verdeckt werden.

Der ADAC-Crashtest zeigt es: Nur mit Spanngurten sollten Sie den Weihnachtsbaum transportieren (Foto: ADAC).
Der ADAC-Crashtest zeigt es: Nur mit Spanngurten sollten Sie den Weihnachtsbaum transportieren (Foto: ADAC).

Das A und O ist eines sicheren Transports auf dem Dachträgersystem ist eine optimale Befestigung an einem zugelassenen Trägersystem (Dachreling oder Grundträger). Bewährt haben sich Spanngurte, mit denen der Baum an den Leisten verzurrt wird. Völlig ungeeignet sind im Übrigen einfache Gummiriemen oder Expander – das hat ein Crashtest des ADAC deutlich belegt. Schon bei Geschwindigkeiten von 50 km/h wirken derart hohe Kräfte, dass die Seile schlichtweg reißen – der Weihnachtsbaum fliegt der Baum über die Motorhaube und gefährdet möglicherweise Fußgänger oder andere Autos.

Wenn Sie einen Anhänger einsetzen, sollten Sie zusätzlich zu den Spanngurten auch ein Netz einsetzen. Sollten Sie den Weihnachtsbaum während der Fahrt „verlieren“, drohen Bußgelder und Punkte in Flensburg – doch das dürfte im Ernstfall Ihre geringste Sorge sein, denn so ein Zwei-Meter-Baum entwickelt sich schon bei niedrigen Geschwindigkeiten zu einem wahren Geschoss. Hier besteht Lebensgefahr! Für Schäden im Zusammenhang mit dem Weihnachtsbaum-Transport ist üblicherweise die Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig.

Der Baum passt nicht komplett aufs Dach oder in den Kofferraum? Wenn Sie den Weihnachtsbaum transportieren, darf der Baum maximal 1,5 Meter nach hinten aus Ihrem Auto ragen. Bleibt der Kofferraum offen, müssen Sie den äußersten Punkt (üblicherweise die Spitze des Baums) auffällig kennzeichnen. Vorgeschrieben sind hellrote Warntafeln oder Warnfahnen mit mindestens 30 x 30 Zentimeter. Bei Dunkelheit ist zudem die Anbringung einer zusätzlichen roten Lampe vorgeschrieben. Wenn Sie ohne diese Vorkehrungen von der Polizei erwischt werden, droht übrigens ein saftiges Bußgeld.

Berücksichtigen Sie auch, dass der Baum die Fahreigenschaften Ihres Autos verändert – deshalb mehr Abstand halten und kontrolliert abbremsen und beschleunigen.

Weihnachtsbaum transportieren auf dem Beifahrersitz

Bei kleinen Weihnachtsbäumen oder Bäumen im Topf könnte man auf die Idee kommen, das Paket auf dem Beifahrersitz zu transportieren. Dann darf allerdings die Sicht nicht behindert werden. Zusätzlich zum Sicherheitsgurt sollten Sie auch hier mit Spanngurten arbeiten, damit der Weihnachtsbaum in einer scharfen Kurve nicht wackelt oder womöglich Richtung Fahrersitz bzw. Frontscheibe kippt.

Weihnachtsbaum transportieren lassen

Wer sich den aufwändigen Transport sparen möchte, sollte sich bei seinem Weihnachtsbaumverkäufer erkundigen, ob er einen Lieferservice anbietet. Das kostet dann zwar womöglich 10 oder 20 Euro extra, kann die Ersparnis an Zeit, Nerven und Material die Investition rechtfertigen. Oder aber Sie bestellen Ihren Weihnachtsbaum von vornherein im Internet und lassen die Tanne bis vor die Haustür transportieren.

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