Nürnberger Elisenlebkuchen: Was macht ihn so besonders?

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Viele Nürnberger Bäcker hüten das Rezept für den Elisenlebkuchen wie ein Staatsgeheimnis (Foto: CTZ / Christine Direnbach)
Viele Nürnberger Bäcker hüten das Rezept für den Elisenlebkuchen wie ein Staatsgeheimnis (Foto: CTZ / Christine Direnbach)

Der Elisenlebkuchen ist das Prunkstück aller Lebkuchenbäcker – doch was unterscheidet ihn vom gewöhnlichen Lebkuchen?

Viele Nürnberger Bäcker hüten das Rezept für den Elisenlebkuchen wie ein Staatsgeheimnis (Foto: CTZ / Christine Direnbach)
Viele Nürnberger Bäcker hüten das Rezept für den Elisenlebkuchen wie ein Staatsgeheimnis (Foto: CTZ / Christine Direnbach)

Gewöhnliche Lebkuchen gibt es beim Discounter um die Ecke schon für wenige Cent. Doch wer wirklich Wert auf etwas Besonderes legt, der investiert etwas mehr und entscheidet sich für einen Elisenlebkuchen.

Nürnberger Elisenlebkuchen: Der Unterschied zu „normalem“ Lebkuchen

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lebkuchenspezialitäten schreibt das Deutsche Lebensmittelbuch einen Nuss-Anteil von mindestens 25 % vor – der Elisenlebkuchen besteht also zu mindestens einem Viertel aus Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen.Ein weiteres Qualitätsmerkmal, das einen Elisenlebkuchen ausmacht: Mehl oder Stärke dürfen nur zu 10 % bzw. 7,5 % beigemischt werden, viele Bäcker verzichten gar auf den Zusatz jeglicher Mehle und packen 30, 35 oder gar 40 % Nüsse in den Lebkuchenteig. Vielfach werden auch höherwertige Honigsorten oder Gewürze aus biologischem Anbau verwendet. All das macht den Elisenlebkuchen so besonders – und das erklärt auch den höheren Preis.

Wie der Elisenlebkuchen zu seinem Namen kam

Für nahezu jede kulinarische Spezialität gibt es einen Schwank, den die Stadtführer bei ihren Touren zum Besten geben. Eine solche Anekdote rankt sich auch um den Namen des Elisenlebkuchens: Demnach soll ein Nürnberger Lebküchner seiner schwer erkrankten Tochter Elisabeth einen besonders spektakulären Lebkuchen gebacken haben – vollgepackt mit dem Besten, was der mittelalterliche Markt an orientalischen Gewürzen zu bieten hatte. Die „Medizin“ wirkte und führte zur Genesung der Tochter: Der Elisenlebkuchen war geboren. Unabhängig davon, ob die Legende stimmt oder ob der Name doch einen ganz anderen Ursprung hat: Ein geschmackliches Highlight ist der Elisenlebkuchen in jedem Fall – saftig, würzig, lecker.

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Die frischeste Ware kommt traditionell von den Lebkuchenbäckern im Großraum Nürnberg. Darunter finden sich viele traditionsreiche Handwerksbetriebe, die in der Hochsaison tagtäglich viele tausend Oblaten von Hand mit der Lebkuchenmasse bestreichen, sorgfältig backen und je nach Sorte mit einem Überzug aus Schokolade versehen. Darüber hinaus wird der Elisenlebkuchen seit Jahrzehnten industriell hergestellt und unterliegt dabei natürlich den ebenso strengen Qualitätskriterien wie beim Familienbetrieb in Nürnberg. Zu den bekanntesten Herstellern und Marken gehören unter anderem Lebkuchen-Schmidt (Schmidt, Wicklein) und die Aachener Lambertz-Gruppe (Haeberlein-Metzger, Weiss, Wolff). Übrigens: „Nürnberger Lebkuchen“ ist ein geografisch geschützter Begriff – nur Lebkuchen, die tatsächlich auf dem Stadtgebiet von Nürnberg gebacken wurden, dürfen diese Bezeichnung tragen.


Eine kleine Kalorienbombe

Wie für weihnachtliches Gebäck üblich, ist auch der Elisenlebkuchen nun wirklich kein Diätprodukt. Je nach Nuss-Anteil und Glasur stecken pro 100 Gramm um die 500 Kalorien im Elisenlebkuchen. Auch aus diesem Grund sollte man den Elisenlebkuchen bewusst genießen.

 

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